Himbeersorten – geschmackvolle, alte und resistente Arten

Himbeersorten gibt es in einer Vielzahl

Auf den ersten Blick kaum vorstellbar, doch es gibt zahlreiche Himbeersorten. Sie variieren nicht nur im Geschmack, sondern werden in erster Linie in die Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren gegliedert. Auch in der Farbe gibt es Unterschiede einzelner Arten: Am meisten bekannt sind die roten Himbeeren, dann folgen gelbe Himbeeren. Auch unter ihnen gibt es alte Sorten mit wundervollem Geschmack. Daneben gibt es noch eine dritte Kategorie der schwarzen Himbeeren.

Rote Himbeeren alter Sorten

Die Himbeere Schönemann

Diese rote Himbeere entwickelt auf kleinstem Raum viele, dunkelrote und schmackhafte Früchte. Sie überzeugt mit kräftigen Trieben und Jungtrieben, die im Sommer zu hohen Ernteerträgen führen. Unter Kennern ist die Himbeere Schönemann als eine der Sommerhimbeeren bekannt und dank ihrer vielen Früchte sehr beliebt.

Die Himbeere Malting Exploit

Eine der Arten, die aus England stammen und zu den frühen mit mittelfrühen Himbeersorten zählen. Am Strauch wachsen mittelstarke, braune Ruten mit mittelgroßen Früchten heran. Im Garten mit Kindern sollte Vorsicht geboten sein, da die Ruten über jede Menge Stacheln verfügen. Dem fruchtig süßen Geschmackserlebnis der Himbeere Malting Exploit sind jedoch keine Grenzen gesetzt.

Die Himbeere Glen Coe

Der Name der Glen Coe verweist auf ihren Ursprung: Schottland. Als Sommerhimbeere ist sie äußerst interessant, denn sie entwickelt sehr schöne, rundliche Früchte, die rot und violett sind. Dies liegt daran, dass es sich hier um eine alte Kreuzung von roten und schwarzen Himbeeren handelt. Sie wächst stark und buschig und sollte mit einem Rankgitter im Zaum gehalten werden. Als sehr seltene Sommerhimbeere entwickelt die Glen Coe hohe Erträge an den stachellosen Trieben.

Die „Tulameen“ Sommerhimbeeren

Arten wie die „Tulameen“ begeistern durch ihren aromatischen Geschmack. Nichts ist schöner als eine frische Schale fruchtig süßer und aromatischer Himbeeren. Diese Sorte entwickelt große, hellrote Früchte mit angenehmen Duft. Sie bedarf guter Pflege, denn einige der Himbeersorten entwickeln bei schlechter Luftbewegung die gefürchtete Graufäule. Daher sollte die „Tulameen“ auf leichten, gut durchlässigen Böden gepflanzt werden.

Himbeeren sind saftig, süße Früchte

Gelbe Himbeersorten

Die gelbe Himbeere „Goldmarie“

Die gelbe Himbeere „Goldmarie“ gehört zu den alten Sorten. Auch als Rubus idaeus bezeichnet, entwickelt diese Sorte sehr viele, schmackhafte gelbe Früchte. Die Ernte beginnt im Hochsommer zwischen Ende Juli und Anfang August und endet mit den ersten Frosttagen im Winter. Der Vorteil der „Goldmarie“ ist das Fehlen von Maden in den Früchten.

Bei guter Pflege entwickelt sie sehr große und süß Beeren. Die bis zu 120 cm wachsende Pflanze benötigt keine Wuchshilfe. Auch ihre Pflege ist sehr einfach. Nach der Ernte im Spätherbst oder Winter werden alle Triebe kurz über dem Boden abgeschnitten, sodass sich neue Triebe im nächsten Jahr bilden können.

Die „Gelbe Antwerpener“ Himbeere

Die „Gelbe Antwerpener“ ist hinsichtlich ihres Alters wohl am bekanntesten. Denn sie darf wohl als die älteste Himbeere Europas bezeichnet werden. Schon vor 1800 war sie den Menschen bekannt und wird seither kultiviert. Auch der lange Erntezeitraum ist beeindruckend.

Himbeeren aus eigenem Anbau im Garten ernten

Erste Früchte reifen bereits Ende Juni heran und bilden weitere Früchte bis Ende August. Daher gehört die „Gelbe Antwerpener“ gleichermaßen zu Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren. Besonders intensiv ist ihr würziger Geschmack. Die pflegeleichten gelben Arten der Himbeeren sind daher bei Kleingärtnern sehr beliebt.

Die Herbsthimbeeren „Fallgold“

Um möglichst lange von Beeren naschen zu können, bietet es sich an, geeignete Arten für die im Herbst anstehende Ernte auszuwählen. „Fallgold“ gehört zu den Sorten, die sehr süße und aromatische Früchte hervorbringen. Wie bei allen Himbeeren entwickelt die Pflanze Flachwurzeln, weshalb der Boden nicht gehackt werden sollte. Besser ist das Mulchen, um Unkraut zu verdrängen und den Flüssigkeitsverlust einzudämmen. Die Herbsthimbeere „Fallgold“ produziert dann bis zum Frost goldgelbe Beeren.

Die Sommer- Herbsthimbeere „Goldmarie“

Die „Goldmarie“ gehört zu den Sorten, die im Spätsommer bis zum Frost Früchte tragen. Ihren Namen hat sie daher wohl auch den hohen Ernteerträgen zu verdanken. An den Pflanzen entwickeln sich große, süße Früchte mit herrlichem Aroma und goldgelber Farbe. Besonderer Pluspunkt: Die Sommer- Herbsthimbeere „Goldmarie“ ist madenfrei. Die aus Österreich stammende Landsorte gehört zu einer der beliebten Arten von Himbeeren.

Alte Herbsthimbeeren

Die Himbeere Bois Blanc gehört zu den Herbsthimbeeren französischer Herkunft. Ihr Ursprung ist Haute-Savoie, das im Osten Frankreichs liegt. Hier entwickeln sich mittelgroße, gut gewürzte Früchte in schönem Rot und sehr guter Süße. Bois Blanc beschreibt die fast weißlichen Triebe dieser Herbst-Himbeere. Die Früchte wachsen an einjährigen Ruten im Herbst heran. Werden diese nicht geschnitten, entwickeln sich im darauffolgenden Sommer noch einmal Früchte.

Himbeeren sind schmackhaft und gesund

Die schwarze Himbeere „Bristol“, eine der alten Sorten

Bei der Himbeere „Bristol“ handelt es sich ebenfalls um eine der alten Himbeersorten. Ihr Ursprung liegt in Nordamerika, wo sie bis heute wild heranwächst. Ungewöhnlich und sehr beeindruckend sind die tiefschwarzen Früchte, die etwas kleiner sind als andere Sommerhimbeeren. Auch das Holz entwickelt sich in einer faszinierenden Farbe.

Fast blauschwarze, holzige Ruten wachsen heran und sind daher gerade im Winter unter der weißen Schneedecke sehr dekorativ. Die Ernte ist im August oder September abgeschlossen. Weggeschnitten werden die tragenden Ruten des Erntejahres. Neue Triebe bleiben erhalten und werden an Rankgittern befestigt. Hier wachsen im nächsten Jahr schöne Himbeeren der Sorte „Bristol“ heran.